Golf von Orosei II - Rosinante überzeugt

Das nächste WoMo ist nur mit dem Feldstecher auszumachen - wunderbar!

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Rosinante ist wirklich leicht zu handhaben. Fast zu lenken wie eine Limousine schwingt sie ihren kleinen Hintern durch enge Kurven, ohne dass der Aufbau all zu sehr ins Schwanken gerät, erklimmt die 1000 m hohen Pässe ohne ins Schnauben zu geraten und absolviert tiefsandige Küstenpfade mit Bravour. Peter nennt sie deshalb auch Mädels-Mobil. Die Mädels Heike und Lorchen nehmen das wörtlich und verbringen zwei Tage Küsten-Sightseeing und Strand-Camping im Mobil. Diesen heimlichen Wunsch wollte Heike ihrer Mutter schon lange erfüllen, Rosinante ist das richtige Gefährt dazu. 


Zwar bekommen die beiden am ersten Abend Überraschungs-besuch von Peter, der sein Survival-Training in den sardischen Bergen für ein Glas Rotwein, ein Stück Schokolade und ein währschaftes Frühstück für 12 Stunden unterbricht, aber es war wohl eher die Sehnsucht und die Angst vor den Wildschweinen, die ihn mit seinem Zelt aus den Bergen fliehen ließen. Die Mädels kommen prima alleine zurecht. Sie erkunden die Steilküste von Cala Gonone bis vom Naturreservat Biderosa und zurück bis nach Santa Maria Navarrese. Neben viel Natur inklusive Flamingos, ist der Abstecher zur 3000 Jahre alten Nuraghier-Siedlung Serra Orrios besonders beeindruckend. Übernachtet wird am Strand im Pinien-Wäldchen, außerhalb der Saison weder ein Problem, noch verboten. Wenn es denn Verbotsschilder für Camper gibt, dann sehr oft mit Datumsangabe: 15.06.-15.09. Im April sehen wir das nächste Wohnmobil nur mit dem Feldstecher und wollen uns nicht vorstellen, wie die Strände in der Hochsaison aussehen…  

Vier weitere Tage verbringen wir wieder gemeinsam in einer Ferienwohnung in Santa Maria Navarrese, entdecken noch mehr Traumstände, idyllische Bergdörfer und das tiefste Karstloch Europas. Wir rasten an wunderschönen Aussichtspunkten und an einer einsamen Kapelle mitten in der Pampa genießen wir unseren frisch zubereiteten Wald-und-Wiesen-Cappuccino - dank des mobilen Baristas Don Piedro, dem es niemals zu viel ist, das nötige Equipment durch die Berge zu schleppen. Die Picknickplätze unter Pinien sind vom Blütenstaub mit einer dicken Schicht Gelb überzogen und wir sind es später auch. Ruhe und Abgeschiedenheit, Natur pur. 



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