Marokko

Tata Stadt und Wadi Tata

Da dreht sich wirklich alles um. Das Foto ist im Vorbeifahren aus dem Auto aufgenommen. Es sah die ganze Fahrt über so aus.

‍In Tata sehen wir das erste Mal mehr als zwei Wohnmobile auf einmal. Offensichtlich kommen jetzt die Weihnachtsurlauber. 

‍Tata Stadt

‍In Tata erkunden wir nicht nur das Städtchen, den Markt, trinken den obligatorischen Tee und lassen beim Änderungsschneider Peters Weste für 0,50 EUR flicken, sondern wir klettern (!) über die Felsen einer Furt aufs andere Flussufer, wandern durch die Palmengärten und wollen die historische Wasseruhr bestaunen. Abgesehen davon, dass der abenteuerlich geführte Weg ein paar Irrwege unsererseits beinhaltet, endet er an einem neumodischen Wasserturm. Die historische Uhr aus Tongefäß und Kupferschale, die die Bewässerung der Felder regelte, wurde das letzte mal vor zehn Jahren erwähnt. Das erfahren wir von ChatGPT aber erst nach der Wanderung… 




‍Im Stadtbild ist davon nichts zu merken. Hier ein Berber vorm Fleischer.

‍Wadi Tata, Canyon und gefaltete Berge

‍Ein Übernachtungsplatz in der App iOverlander macht uns auf „fastinating vast formation of rocks, grottes, stalacmites, stalactites“ nur ein paar Kilometer außerhalb von Tata aufmerksam. Die gefalteten Berge, die „Augen“ haben und seltsame Bordüren formen faszinieren uns so, dass wir kurz entschlossen durch das Tal die RR116 weiter fahren, statt dem Hauptweg RN7 nach Tafrarout zu folgen. Obwohl die  Straße exzellent ausgebaut ist, wird weiter gebaut und nur wenige Stellen werden durch das Mobilnetz nicht erreicht. Unglaublich!

‍Unglaublich ist auch die Landschaft. Die Fotoausbeute ist fantastisch. Grotten, Canyons, bunte, gefaltete Berge, ausgetrocknete Flusstäler, enge Schluchten, die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas’ im Hintergrund. Alles ist dabei. Dazu das unbeschreibliche Licht der Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Die ganze Fahrt bis Tafraroute ist ein Highlight für uns. Sie dauert deshalb auch eine ganze Woche.

‍Unser zweiter Übernachtungsplatz im Antiatlas mit Blickauf die „Grottenlandschaft“ im Wadi Tata.

‍Canyon im Wadi Tata.

Der Antiatlas gibt sich wirklich fotogen. Die letzten Fotos sind aus dem Auto heraus aufgenommen. So viele Fotostopps konnte man gar nicht einlegen.

28/12/2025

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