Auf dem Hauptplatz der Stadt sitzt man und babbelt. Stundenlang. Man hat sich schon lange nicht mehr gesehen. Vermutlich seit gestern…
Taroudant liegt herrlich, umgeben von Bergen. Jetzt im Januar besonders dekorativ: die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas im Hintergrund. Wir, die es normalerweise kaum länger als einen Tag in der Stadt aushalten, bleiben zwei Tage in Taroudant. Das muss einen Grund haben. Stimmt, alles echt!
Die Essensstände bauen sich ab dem Nachmittags langsam auf. Abends gibt’s an jeder Ecke was zu kaufen. Wir disponieren um. Statt Restaurant gibt’s heute Essen von den Garküchen.
Anfahrt auf Taroudant mit weißen Atlas-Gipfeln. Auf unserem Parkplatz: ein kleiner Gebetsraum. Gegenüber die Werkstatt-Meile. Wie jede Medina ist auch die von Taroudant von einer großen Mauer umgeben, durch die Tore betritt man das bunte Treiben. Bunt sind die zahlreichen Obststände, die befüllten Wasserflaschen. In den Wasserflaschen könnte Waschmittel sein. Aber daneben die pastellfarbenen Dinger - man kommt nicht drauf - sind Küken! Die Marokkaner schrecken vor nichts zurück.
Vor jedem Metzgerstand hängt der Kopf des Rindes, der Ziege oder des Schafs. Man sieht, was man isst und man betätschelt es manchmal auch.
Die Schulmauer verlangt besondere Beachtung: Wenn man alles richtig addiert, bekommt man einen Doktorhut!
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