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Überraschender Antiatlas - „Eine Reise durch Kontinente“

Sonnenuntergang im Antiatlas. Wieviele Bergketten sind das eigentlich?

‍Wir verlassen die südlichen Oasen und fahren nach Westen Richtung Atlantik und denken tatsächlich, die Highlights der Reise haben wir hinter uns. Was kann uns nach Erg Lihoudi noch beeindrucken?

‍Plan ist, am Rande des Antiatlas bis Tata und dann entscheiden, ob wir direkt nach Tafraroute fahren oder doch über Taroudant eine Zwischenstation einbauen. 

‍Zwar hatte uns eine Marokko-erfahrene Reisefreundin den Antiatlas als überaus schön  und insbesondere als Gegenprogramm zu der von Überwinterern überlaufenen Atlantikküste ans Herz gelegt, aber kein Reiseführer hat uns auf die überwältigende Schönheit der Berge hier vorbereitet. Wir brauchen also eine ganze Woche nach Tafrarout, weil wir uns ein bisschen rechts und links umschauen. Jeden Tag wähnen wir uns in einem anderen Land, von Südafrika und Namibia bis nach USA und Argentinien. 


‍Wadi Tissinit und  Canyon

‍Eingestimmt auf die grandiose Landschaft werden wir schon vor Tissint. Am Wasserfall kommen Limpopo-Gefühle auf. Der erste große Wow-Effekt überkommt uns kurz danach am Tghit Canyon, der selbst ChatGPT an den Grand Canyon erinnert. 



Tghit Canyon. Zuviel versprochen? 

‍Wadi Tata, Tata Canyon und gefaltete Berge

‍In Tata wollen wir eigentlich nur die historische Wasseruhr erwandern, was nicht von Erfolg gekrönt ist. Aber unser Übernachtungsplatz an der Grotte im Wadi Tata und die ersten „gefalteten“ Berge  lassen uns die Richtung das erste Mal ändern… 

‍Ab jetzt ist die Landschaft nur noch grrrrandios! Sie erinnert uns stark an die roten Berge der Puna Argentiniens.

‍Nach Tata beginnen sich die Berge in Falten zu legen.

‍Sie bilden Augen und Bordüren.

Bergdörfer mit freundlichen Berbern

Neben der sagenhaften Landschaft kommen wir durch abgelegene, leider fast ausgestorbene Bergdörfer. In über 1500 m werden auch Ende Dezember noch Oliven geerntet und mit dem Reisigbesen von der Straße gefegt.

Außerordentlich freundlich kommt uns hier die Bevölkerung vor. Sie winken uns alle wieder zu. Das erinnert uns - wir sind in Afrika!

‍Die alten Dorfteile aus Lehmbauten sind oft verfallen. Wir denken, in ein paar Jahren haben sie sich wieder vollständig in Landschaft „zurückverwandelt“.

‍Dennoch: idyllischer kann man als Dorf nicht liegen.

‍Palmenoase Ait Mansour

‍Wieder eine Richtungsänderung, wieder kommen wir nicht nach Tafraout, sondern landen in der Palmenoase Ait Mansour. Besser kann man das neue Jahr 2026 nicht begehen! 

Prosit Neujahr unter Palmen!

Aufgetürmte Felsen in der Umgebung von Tafrarout.

‍Giants’ Playground und blaue Steine

‍Auf den letzten Kilometern von Tafrarout biegen wir tatsächlich noch einmal zu einer Wanderung durch den Giants’ Playground ab. Diesen Namen haben wir der Gegend wegen ihrer starken Ähnlichkeit zum Original in Namibia vergeben! 

‍Tafrarout

‍Am Tag 8 kommen wir in Tafrarout an.

‍Erst in Tiznit auf der Weiterfahrt an die Küste fällt uns auf, dass wir eine Woche lang keine Polizeikontrollen gesehen haben. Da müssen wir wohl wirklich abseits der Route unterwegs gewesen sein.

Tafrarout.

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26/12/2025

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