Südl. Kaukasus

Alles selbst erlebt! Im südlichen Kaukasus.

Amasya - quicklebendig 

So präsentiert sich Amasya: rundum lebendig und gastfreundlschaflich! 

GPS: 40.6503, 35.8329

‍Wir, zwei Tage in einer Stadt - da muss sie schon was Besonderes an sich haben.

‍Amasya gilt als Perle der Gouverneursstädte im Norden und wir finden, sowohl Lage, als auch Ambiente sind sehr außergewöhnlich: Amasya liegt in einem engen Flusstal, umgeben von Felsen und bewaldeten Hängen. Wenn man von einer Brücke aus auf die Häuser am Fluss sieht, über denen hoch oben die Burg  thront, so erinnert es uns - es mag übertrieben sein - ein bisschen an Heidelberg. Die 2200 bis 2300 Jahre alten Pontischen Königsgräber sind von der Stadt aus allein wegen ihrer Dimension durchaus beeindruckend, aus der Nähe entpuppen sie sich als in den Fels gehauene Löcher.

‍Umso schöner finden wir das Stadtbild mit den osmanischen Fachwerkhäusern und den markanten Moscheen, den alten Hamams aus dem 15. Jahrhundert und dem pulsierenden Leben dazwischen. Man hat den Eindruck, dass Jung und Alt sich hier wohl fühlen.

‍Die über 2000 Jahre alten Königsgräber über der Stadt, in Fels gehauen.

‍Einfach ein tolle Lage zwischen Bergen und Fluss.


‍Wir 

  • gehen also ins Café, in dem außer uns nur türkische Opas sitzen und sich so viel zu erzählen haben, als hätten sie sich Jahre nicht gesehen,
  • beobachten die Leute, die an uns vorbei flanieren,
  • kaufen zuerst türkischen Kaffee und einen Tag später beim Kupferschmied ein Kupferkännchen dazu, damit es auch was wird mit dem türkischen Kaffee, 
  • schlendern durch die Markthalle, in der es keine Souvenirs, sondern Dessous (!) gibt, 
  • beobachten, wie die Gläubigen freitagnachmittags aus der Moschee direkt ins Café strömen, 
  • gehen getrennt (!) in einen echten Hamam aus dem 15. Jahrhundert und kommen tiefenentspannt und so sauber wie noch nie wieder heraus, 
  • besuchen diese und jene Moschee,
  • erklimmen dazwischen die Pontischen Königsgräber, die ungefähr 2200 bis 2300 Jahre alt sind, genau in diesem Moment ruft der Imam von allen Moscheen gleichzeitig zum Mittagsgebet. Das ganze Tal hallt - das geht richtig unter die Haut.
  • trinken einen türkische Tee oder zwei, 
  • bringen eine Hose nachts um zehn zum Änderungsschneider, der sie in der gleichen Minute flickt,  
  • lassen uns abends mit Kulinarischem aus der Region verwöhnen,
  • kaufen natürlich auch Amasya-Äpfel, denn der Apfel ist im Logo der Stadt,
  • schlafen direkt neben der Spiralminarett-Moschee und werden vom Imam sowohl in den Schlaf gesungen, als auch wieder herausgeholt.

‍Natürlich gibt es auch Nippes, aber überwiegend Praktisches.

‍Türkischer Kaffee wie er besser nicht sein kann.

20/05/2026

©       Wroblowski / Zängerlein