Anfahrt mit Hindernissen
Die Anfahrt von Batumi zum Goderdsipass (2055 m) führt durch ein herrliches Flusstal, die Akazienwälder blühen gerade und riechen im Tal, der Fluss ist übervoll und wälzt sich fast wie ein Urwaldfluss dahin. Darüber schneebedeckte Gipfel.
Aber - sie ist echt anstrengend. Erst Kilomater lange Baustellen, dann elend schlechte Straße. Zum ersten Mal seit Afrika, also seit zehn Jahren, hüpft uns die Matratze vom Bett und wir müssen sie festschnallen. Schlagloch an Schlagloch, Erdrutsche, weggebrochene Straße. Offensichtlich reicht es jetzt unserem Auto: Piep Motorfehler 024, bitte Werkstatt aufsuchen. Das hat uns noch gefehlt.
Wir erreichen den Goderdsipass, von dort sind es nur noch sechs Kilometer auf einer einspurigen Nebenstraße zum See. Wäre nicht so schlimm, aber Scheemassen türmen sich rechts und links auf, die Straße wurde gerade erst geräumt, so dass sie einigermaßen passierbar ist. Wir passen teilweise kaum durch, man kann nicht ausweichen und sieht nicht, ob einer entgegenkommt. 900 Meter vorm Ziel ist die Straße dann endgültig blockiert. Die Schneeräumer haben Feierabend, essen und trinken und sind ein bisschen lustig. Sie fahren nicht beiseite, sie laden uns stattdessen zum Mitessen und Mittrinken ein!
Jetzt sind zwar noch nicht am Grünen See, aber in Georgien angekommen!
Grüner See, teilweise zugefroren
Gut, dass wir uns durchgekämpft haben. Der Grüne See ist es wert! Leider kann man noch nicht wandern, die Wege sind noch schneebedeckt, der See selbst noch halb zugefroren. Offensichtlich hat er auch Hochwasser, ein Foto zeigt, wie der Holzsteg am See entlang „im“ See ist, ebenso die roten Tonnen.
03/06/2026
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