Anfahrt „von hinten“ im Nebel
Der Yedigöller Nationalpark ist wörtlich übersetzt der Sieben-Seen-Nationalpark, ein naturbelassenes Wald- und Seengebiet auf circa 800 Meter im Pontischen Gebirge.
Die Anfahrt zum Yedigöller von Norden über Yilgilca ist kein Zuckerschlecken, zumal bei Nebel und Regen. Aber GoogleMaps behauptet, die Zufahrt aus Süden von Bolu aus sei gesperrt. Es bleibt uns nichts anderes übrig. Die Straße ist schmal, in Serpentinen geht es ständig auf und ab. Die letzen 30 Kilometer sind Schotterpiste, zum Teil ausgewaschen. Wir verstehen jetzt, warum es hier keine iOverlander oder park4night-Punkte gibt. Man kann einfach nicht anhalten!
Auf der Passhöhe von 1200 m herrscht dichter Nebel bei 7° C. Bestimmt sind wir die einzigen Verrückten, die diesen Nationalpark der Sieben Seen besuchen wollen, zu dieser Jahreszeit, bei diesem Wetter.
Wir, die Weicheier!
Fehleinschätzung! Wir sind die einzigen Ausländer und die einzigen im Camper, die anderen übernachten im Zelt. Wir machen’s uns bei Raclette mollig warm, die Einheimischen sammeln Feuerholz und sitzen bei Nässe am Lagerfeuer. Wir sind echte Weicheier!
Am nächsten Morgen soll die Sonne scheinen, stimmt zwar nicht ganz, aber es regnet nicht mehr.
Dennoch sind die Seen über ihre Ufer getreten, die Bäche haben sich neue Wege durch den Wald gesucht und eigentlich ist es überall nass. Bei uns heißt das kurz: „Wasser aus Wand!“
Camper sind nicht erlaubt
Einen Tag später sind die Zelte wieder unter sich, denn wir werden gegen Abend von sehr freundlichen Rangern drauf aufmerksam gemacht, dass Camper im Nationalpark nicht erlaubt sind. Aber da haben wir die sieben Seen schon erwandert und diese unglaublich schöne Wald-Wasser-Mooslandschaft schon bewundern dürfen!
14/05/2026
REISE April - Juli 2026
KURZ & KNAPP