Südl. Kaukasus

Alles selbst erlebt! Im südlichen Kaukasus.

Istanbul ist nicht die Türkei

Erster Übernachtungsplatz am Schwarzen Meer. Bei Sonnenuntergang Strickstunde am Lagerfeuer.

GPS: 41.1294, 30.1317

‍Mädelstreff am Lagerfeuer

‍Istanbul ist nicht die Türkei, das merken wir als wir uns entlang der Schwarzmeerküste Richtung Osten aufmachen. Keine 50 Kilometer sind wir gefahren, da tragen die Frauen Pluderhosen. Von bauchfrei und Spaghettiträgern sind wir ein Jahrhundert entfernt. Unglaublich.

‍Auf der Straße rennen jetzt Hühner rum und plötzlich stehen auch Kühe vor uns.

‍Wir übernachten direkt am Strand. Da steht ein Wohnwagen, der mit Satellitenschüssel ausgestattet offensichtlich bewohnt ist - der Bewohner kommt am nächsten Morgen auf seinem Moped angebrummt, setzt sich vor sein Hüttchen und ... blickt aufs Meer.

‍Abends wird’s noch lustig. Zwei ältere Frauen werden - sagen wir von einem ihrer Söhne - an der Lagerfeuerstelle gleich neben uns abgesetzt. Sie machen Feuer, der Sohn verschwindet wieder, die Frauen setzen sich ans Feuer und fangen an zu stricken! Mädelstreff zur Strickstunde bei Sonnenuntergang am Meer! Wir versuchen uns, das Pendant  in Deutschland vorzustellen …





Blick aufs Schwarze Meer vom Lagerfeuer aus.

Grüne Hölle

Was gleich auffällt und was wir so nicht erwartet haben: Alles ist grün! Wälder in der Ferne, Haselnussplantagen rechts und links der Straße. Als Zäune dienen Feigenbäume. Blühende Apfelbäume sind dazwischen auch auszumachen. Es gibt kaum Ortschaften, dafür Kühe im saftigen Gras.

Als wir trotz schwüler 28° eine kleine Wanderung unternehmen fühlen wir uns sehr an Afrika erinnert. Rechts und links der Straße dichter Urwald, neben uns ein träger, schlammiger Fluss, Vogelgezwitscher und Froschgequake, eine Schildkröte und… zwar kein Croc, das auch ins Bild passen würde, dafür aber vier tote Schlagen und eine lebendige auf der Straße.

Das reicht jetzt, wir kehren um.



Die Anfahrt durch Wiesen und Wälder ist noch harmlos. 

Der Urwaldfluss lässt schon eher ahnen, was kommt. Der Ochs bläht die Nüstern nach uns, die Schlange ist hinterlistig und stellt sich tot.



‍Baden im Schwarzen Meer

‍Ein Badeurlaub an der Schwarzmeerküste - früher der Traum eines jeden DDR-Bürgers! Daran fühlt sich Peter sofort erinnert, als wir in den Urlaubsstädtchen Kerpe und Kefken herumschlendern.

‍Wir finden die Örtchen nicht so schön, aber es gibt frischen Fisch, guten türkischen Kaffee und Tee und einen Migros. Was in Griechenland der Lidl, ist in der Türkei der Migros. 

‍Eine besondere Art den Fisch zu filetieren. Sieht aber gelungen aus.

‍Die Türken sind Outdoorfans

‍Zum Übernachten finden wir einen kleinen Felsvorsprung außerhalb Kefkens und treffen auf Massen von Sonnenuntergangsbeobachter, die angeln, picknicken oder einfach nur sitzen. Wir drehen eine kleine Runde und sehen, wie schon öfter, die immer gleichen Wohnanhänger zwischen Büschen versteckt, fast wie eingewachsen sm Strand.  

‍Heute kommen wir auch hinter das Geheimnis, wie die hierher bzw. wieder wegkommen. Spät abends zieht ein Abschleppdienst ein Wägelchen an uns vorbei.

Fischer auf den Felsen bei Kefken.

Wasser und Wälder

Jeden Tag wandern wir entlang des Voidomatis, beobachten Forellen in den Stromschnellen und staunen über das klare, sfsfsf

‍Auf diesem Foto kann man nachvollziehen, warum wir nicht weiter fahren wollen. 

‍Mehr Kontrast zu den steinigen Schluchten kann es kaum geben.

12/05/2026

©       Wroblowski / Zängerlein