Südl. Kaukasus

Alles selbst erlebt! Im südlichen Kaukasus.

Mit dem Camper unterwegs in der Türkei

Anreise  

Von Venedig reisen wir mit der Fähre nach Griechenland, von dort über Nordgriechenland in die Türkei, dann weiter nach Georgien und Armenien.

Deutscher Brunnern in Istanbul.

Blaue Moschee, Istanbul.

Einreise mit dem eigenen Auto, temporärer Import, Führerschein, Zulassung, Aufenthaltsdauer, Haftpflicht  

Wir reisen in alle Kaukasusländer mit einem deutschen Reisepass, nur mit unserem deutschen Führerschein und unserer deutschen Zulassung, also ohne internationalen Papiere. Falls es noch Probleme während der Reise gibt, werden wir berichten.

Aufenthaltsdauer für Personen: 90 Tage innerhalb von 180 Tagen.

Aufenthaltsdauer für das Auto: 90 Tage innerhalb von 180 Tagen.

KFZ-Haftpflicht: Wir haben unsere deutsche KfZ-Haftpflicht  bei KRAVAG für den Reisezeitraum auf den asiatischen Teil der  Türkei kostenlos erweitert.

Minarette der Blauen Moschee, Istanbul. Für uns die Wegweiser zum Hotel.

Maut

Viele türkische Autobahnen, Brücken und Tunnel sind mautpflichtig. Die HGS (=Mautgesellschaft)  Plakette für die elektronische Abbuchung erhält man bei Postfilialen PTT oder auch bei großen Tankstellen nach der Grenze. 

Die Türken sind ziemlich entspannt: man hat zwei Wochen Zeit, sich zu registrieren und zu bezahlen. 

Die Mautgebühren sind sehr günstig, auch wenn unser 5,5 t-Auto mehr kostet als ein normaler PKW. 

Für die Durchfahrt von Griechenland nach Georgien haben wir über mehrere Etappen 1200 TRY = 32 EUR  aufgeladen. 


Diesel / Gas

Dieselpreis:  73 TRY/l = 1,37 EUR - wahnsinnig günstig für uns, in Deutschland kostet der Diesel zur Zeit / USA-Iran-Krieg über 2 EUR. 

Gaspreis: 37,36 TRY/l = 0,70 EUR 

Tankstellen akzeptieren Kreditkarten. 

Nicht wundern: Beim Tanken wird das Kfz-Kennzeichen erfasst, bei ausländischen Autos manuell, bei türkischen wohl meist elektronisch. Ein Teil der Überwachung? Jedenfalls weiß man so ganz genau, wer wo wann unterwegs war.

Nein, das ist nicht der normale Straßenzustand, aber ab und zu gibt's Überraschungen.

Auf 2000 m im Kaçkar Nationalpark. Erst kurz vorher endet die nagelneue Betonstraße.

‍Straßenzustand

‍Autobahnen, große Landstraßen und alle Zufahrtsstraßen zu touristischen Hotspots sind in exzellent ausgebaut. Insgesamt haben wir den Eindruck, dass die Türkei höchsten Wert auf ein ausgebautes Straßennetz legt.

‍Zum Beispiel waren wir durch unsere Reiseführer auf einen sehr schlechten (eng, steil) Straßenabschnitt ab Amasra/Schwarzmeerküste Richtung Osten vorgewarnt. Doch die ersten 30 km waren inzwischen zu einer vierspurigen Straße mit langen Tunnelabschnitten ausgebaut. Erst danach wurde es doch abenteuerlich. Weitere 20 km später sind wir umgekehrt, weil uns das Auf und Ab auf der engen Straße zu anstrengend wurde. Die Ortsdurchfahrt von Kapisuyu, unserem Umkehrpunkt war so steil, dass größere Wohnmobile ohne Untersetzung ihre Mühe haben dürften. 

‍Wir finden allerdings, dass das Kartenmaterial (Google und OSM) wesentlich schlechter als in den umliegenden Ländern ist. Das gilt sowohl für das Verkehrsnetz, als auch für das Wandern.  


‍Polizeikontrollen, Überwachungskameras

‍Polizei sieht man in der Türkei überall und fast immer kommt am Übernachtungsplatz eine Streife vorbei. Fast alle Polizeiautos fahren mit rot-blau-blinkendem Licht, auch wenn sie nur Patrouille fahren und gerade keinen wichtigen Einsatz haben. Mal steigen die Polizisten aus und rauchen eine am Strand, mal winken sie, mal hupen sie, mal ignorieren sie uns.

‍Geschwindigkeitskontrollen gibt es nicht nur regelmäßig, sondern sehr häufig. Navigiert man mit GoogleMaps, so heißt es alle halbe Stunde „Vor dir ist die Polizei“, und es stimmt immer.

‍Allerdings wurden wir bei der Fahrt Richtung Georgien nur einmal angehalten - Führerscheinkontrolle für alle durchfahrenden Fahrzeuge. Die Polizisten waren außerordentlich freundlich und zum Schluss wurden wir mit Handschlag verabschiedet. 

‍Überwachungskameras sind vor und nach jeder größeren Ortschaft quer über die Straße  installiert und auf den Autobahnen in regelmäßigen Abstand.

‍Offensichtlich will man genau wissen, wo wir uns aufhalten. Ob wir wohl ein auffälliges Muster hinterlassen?

‍Auch der Parkplatz am Kloster Sümela war überwacht: alle zehn Meter vier Kameras, in Summe 32. Auch Schilder in Nationalparks weisen auf eine 24-Stunden-Überwachung hin. Big brother is watching you!

Möven im Lichtkegel der Blauen Moschee, Istanbul.

‍Übernachten & Praktisches

‍Zur Suche unserer Übernachtungsplätze benutzen wir: die Apps park4night und iOverlander, die WoMo Führer Türkei und wie immer unsere Augen und unseren „Spürsinn“.

‍Camping: 1300 TRY = 25 EUR/Tag ohne Strom

‍Wasser haben wir durchwegs an öffentlichen Brunnen aufgefüllt. Auch hier benutzen wir für die Suche park4night oder OSM Karten.

‍Müllcontainer gibt es fast auf allen Parkplätzen und in Dörfern. 

Müll ist ein Problem!

Obwohl fast überall Müllcontainer herumstehen, ist Müll ein großes Problem bis in die abgelegenste Natur. Die touristischen Städte sind allerdings sauber, allen voran Istanbul. Hier haben wir nachts um eins die Müllbrigade durch die Stadt fegen sehen,

Das nennen wir ein echtes Overlander-Plätzchen am Fluss

‍Leider alltäglich: Vermüllter Straßenrand auf der Fahrt zum Kloster Sumela.

Mai 2026

©       Wroblowski / Zängerlein