Südl. Kaukasus

Alles selbst erlebt! Im südlichen Kaukasus.

Schwarzmeerexkursion II - Amasra

‍Wir stehen auf der vorgelagerten kleinen Insel und blicken auf die Halbinsel von Amasra. Absolut außergewöhnliche Lage.

GPS: 41.7489, 32.3867

‍Über diese kleine Brücke ist Halbinsel-Amasra mit Insel-Amasra verbunden.

‍Schwarzmeer-Fachwerk renoviert.

Schwarzmeer-Architketur mit „Blech verkleidet“.

‍Amasra

‍Amasra liegt sehr malerisch auf einer keinen Halbinsel, rechts und links die steil abfallende bewaldete Küste. Ein Postkartenmotiv allererste Güte!

‍Man erkennt es auf dem Panoramabild oben. Wir fotografieren vom höchsten Punkt der kleinen Insel, die dem Städtchen vorgelagert und ebenfalls noch bewohnt ist.
Zwar lesen wir von einer byzantinischen und osmanischen Vergangenheit, aber architektonisch hat Amasra (für uns) nicht viel zu bieten und Touristen - wo kommen die vielen  Tagesausflügler mit den Bussen eigentlich aller her? - gibt es auch jetzt schon viel zu viel! 

‍Aber wir finden in einem abgelegenen Gässchen ein sehr originelles Café mit noch originelleren Gästen…


Auf unserem Insel-Rundgang treffen wir auf Monsterblüten.

‍Exkursion mit offenem Ausgang 

‍Wir sind uns überhaupt nicht sicher, wie weit wir von Amasra an der Küste weiter nach Osten fahren. Der Küstenabschnit Bartın-Sinop soll besonders schön sein, die Straße aber besonders schlecht. Wir definieren den Abstecher als Exkursion mit offenem Ausgang. 

‍ Die ersten 30 Kilometer sind vierspurig ausgebaut - steht in keinem Führer, auch in keiner „vollständig überarbeiteten Auflage“ - , wir fahren durch viele Tüneli, sehen also nicht immer die „zerklüftete Steilküste mit grünen Wäldern bis ans türkisfarbenem Meer“, weshalb wir ja die Strecke fahren. Aber wir kommen schnell voran. Der Ausbau endet abrupt in der Landschaft, ein angefangenes Tunnelloch gähnt uns an. Sieht auch nicht aus, als ob weitere Baumaßnahmen geplant sind.

‍Ab jetzt geht es kurvenreich auf und ab, 15 % Steigung, Spitzkurve, keine Ausweichstelle für einen Fotostopp - für 18 Kilometer brauchen wir mehr als eine Stunde. Die Landschaft kann zumindest Peter auch nicht genießen. Wir übernachten im kleinen Badeort Kapisuyu an der „Strandpromenade“. Hier stehen zehn Häuser, zehn neu restaurierte und zehn kaputte. Besser gesagt: zehn ganz neu restaurierte und zehn ganz kaputte. Da müsste man richtig Hand anlegen, um die Objekte und vor allem die gesamte Promenade attraktiv zu machen.

‍Wir brechen nach einer Nacht unsere Exkursion ab.

‍Die Rückkehr beschert uns einen letzten Blick über Amasra. Trotz tief hängender Gewitterwolken vielleicht den besten.

‍Die Strandpromenade in Kapisuyu bereitet sich noch auf die Sommergäste vor.

‍Gegenüber ein schickes Ferienhaus und eins, was noch ein Ferienhaus werden will.


Bei Sonnenuntergang sieht unser Wendepunkt sogar idylisch aus.

Starkregen und Gewitter

Während wir über Amasra unsere Cappuccino-Pause einlegen, zieht ein Gewitter über uns hinweg, das sich gewaschen hat. Bis unser 5,5-Tonner wackelt, braucht es ordentliche Böen!

Auch auf der Weiterfahrt begleitet uns heftiger Regen, braune Bäche fließen entlang und über die Straße, größere Flüsse sind übervoll. 

‍Letzter Blick auf Amasra, das Gewitter ist gerade vorbei.

‍Am nächsten Morgen sieht es schon wieder friedlicher aus, aber man sieht noch wo die Fluten lang geflossen sind.


HIDDEN Diashow demnächst 

Slideshow

17/05/2026

©       Wroblowski / Zängerlein