Über Kigali weiter nach Süden

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Auf unserem Weg vom Nyungwe NP nach Kigali besuchen wir die Genozid Gedenkstätte Murambi, eine Schule, in der im April 1994 ca. 45.000 Menschen umgebracht wurden. Für uns besonders aufrüttelnd war die Erkenntnis, dass Planung, Vorbereitung und Durchführung erschreckende Parallelen zu den 30er Jahren in Deutschland haben. Selbst der Tonfall und die Wortwahl im Radio waren die gleichen! 

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Mehr als eine Stunde Stillstand wegen LKW-Unfall  - in der Dämmerung erreichen wir Kigali, bei Dunkelheit unser Camp.

Danach braucht man eine Weile, bis man wieder zum normalen Rhythmus übergehen kann. Ein umgekippter LKW (der wievielte eigentlich?) hat das geschafft und auch die inzwischen geschlossene Camping-Möglichkeit bei einem Bed&Breakfast in Kigali, die wir wegen des Unfalls erst bei Dunkelheit erreichen. Immerhin können wir den schwankenden und lallenden Wächter dazu bringen, uns wenigstens für die Nacht auf dem Gelände parken zu lassen (ohne Toilette, Dusche, Wasser, Strom). Bei solchen Gelegenheiten lieben wir unser iMobil über alles!

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        Moderne (Straße) trifft auf Tradition („headload“)                                   Helmpflicht trifft auf „Baby an Bord!“   

Auf der Fahrt nach Kigali und dann weiter Richtung Grenzübergang Rusumo/Tansania sieht man einen deutlichen Unterschied zum gebirgigen Grenzgebiet Richtung Cyanika/Uganda: die Gegend ist deutlich wohlhabender. Die Straße ist in vorbildlichen Zustand, zum Teil mit Straßenbeleuchtung, Randbepflanzung (Unser Dorf soll schöner werden?) und Fahrrad-/Fußweg. Um das Dorf Rwamagana führt eine Umgehungsstraße und in Kigali werden die Straßen sogar gekehrt. Wo gibt es denn so was? 

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Rund um Kigali herrscht regelrechter Baumboom. Große Neubaugebiete werden aus dem Boden gestampft, die Häuser sind keine kleinen Hütten. 

Genau bis zur Grenze zu Tansania ist jedes Fleckchen nutzbare Erde bepflanzt, die Felder sind durchsetzt von Hütten, Menschen wuseln überall. Für uns gleicht ganz Ruanda einer einzigen riesengroßen Streusiedlung - ein einziges großes sauberes Dorf (fast) ohne Plastikmüll!

Hinter dem Schlagbaum zu Tansania geraten wir ins Staunen… (siehe  Tansania/Der krasse Unterschied)


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