Alles selbst erlebt! In Tschechien.

Die Niedere Tatra hat’s in sich: Demänov Tal, Siná

Auf der Wanderung, die’s in sich hat und zum Highlight wird: Siná, Niedere Tatra.

Siná: GPS: 49.0006, 19.5878, Höhe ü NN: 1540 m

Wer denkt, die Niedere(!) Tatra impliziert ein einfaches Wandergebiet, der irrt sich gewaltig. Die Wanderbeschreibungen in den Outdoor-Apps lesen sich zum Beispiel so: 22 km, 1480 Höhenmeter! Da möchte man sagen: Wo bleibt die Ü-60-Variante? Zudem haben wir bei der Ankunft 29 °C. 

Wir wandeln die vorgeschlagenen Touren also etwas ab und nehmen statt drei, nur einen Gipfel in Angrifft: den des Siná, 1560 m. Es bleiben immer noch 700 Höhenmeter auf wenig begangenen Pfaden, mit teilweise 25 Prozent Steigung, durch Windbruchareale mit querliegenden hüfthohen Baumstämmen, durch Geröllfelder in verwüsteten Bachbetten, durch mannshohes Dickicht und durch voll hängende Himbeerhecken. Da hat noch keiner eine Beere gepflückt - auch kein Bär, das immerhin ist beruhigend. Mit einem alpinen Bergwanderweg, wie man ihn aus den Alpen gewöhnt ist, hat das hier nichts mehr zu tun, auch wenn er gut gekennzeichnet ist. Es ist eher ein Querfeldein-Abenteuer. Die Belohnung: Cappuccino auf dem Gipfel mit Hohe-Tatra-Blick - das freilich ist nicht zu toppen! 

Ein seilgesichertes Stück ist echt harmlos gegen die herumliegenden Baumstämme. 

In der Nacht fegt ein Hochgebirgsgewitter mit Sturmböen von 60 bis 80 km/h über uns hinweg. Die Folge: Temperatursturz von 29° auf 13° C am nächsten Tag. Perfekt um sich in einer der vielen Thermalbäder zu aalen. Der Bademeister erzählt uns, dass er am Hochsommerwochenende vor zwei Tagen noch 800 bzw. 1000 Besucher pro Tag hatte, jetzt haben wir nicht nur das 50-m-Becken, sondern die gesamte Anlage für uns allein.

Diashow

16/08/2021

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