Alles selbst erlebt! 2022/23 in Argentinien.

RN 40: Vulkan Tuzgle - Tren de las Nubes - Tastil

Ihr ist doch kein Mensch, … aber eine Feuerstelle.

GPS:--24.0788, -66.4867, 5486 m, Google Maps

Von den Salinas sind es 70 km auf knapp 4000 m bis zum Abzweig auf die RN 40, der  berühmten „Ruta Quarenta“. Hier liegt auch die erste Siedlung auf der Strecke, Susques, el Portico de los Andes. 


Wir würden das Örtchen und die Kirche von 1598 gerne etwas erkunden, aber wir schaffen es gerade einmal vom Auto 100 m zur leider verschlossenen Kirchentür. Sandsturm! Ganz schnell zurück in die Kabine und das Schlimmste abwarten.

Ab Susques führt die RN 40 so richtig durch Niemandsland und ab hier gefällt es uns so richtig gut! Wir verlassen die ohnehin dünne Zivilisation und werden vor fehlender Netzabdeckung gewarnt. Vorbildlich, diese Argentinier!



Rund um den Vulkan Cerro Tuzgle, 5486 m, begleiten uns dramatische Felsformationen. Riesige Brocken liegen rechts und links der Straße, wie gerade von den Bergen herunter gerollt oder wie von Riesen dahin gemurmelt. Richtig gemütlich ist es hier oben nicht. Nachts fällt das Thermometer auf -4° bis -6 °C, die kleinen Bäche sind gefroren. Aber direkt gegenüber dem Vulkan ist ein Thermalbad eingerichtet. Endlich mal wieder baden auf über 4000 m! 

Auf dem Viaducto La Polvorilla tut uns der Tren de las Nubes nicht den Gefallen gerade drüber zu fahren, dafür steht er in San Antonio de los Cobres im Bahnhof und lässt sich von allen Seiten fotografieren. Auch nicht verkehrt.

Die Ruinen von Santa Rosa de Tastil beherbergten im 14. und 15. Jahrhundert wohl einige Tausend Menschen. Die runden Mauern der Gebäude sind heute noch deutlich erkennbar.

Durch Hänge mit Kandelaberkakteen, Wälder kann man dazu eher nicht sagen, geht es weiter bergab Richtung Salta, genauer gesagt von über 4000 m auf 1200 m. Die Temperatur ändert sich dramatisch von 13 °C auf 29 °C tagsüber, von -6 °C auf +15 °C nachts. Ab 2400 m gibt es wieder Bäume, in Salta sogar Palmen! Was für Gegensätze in nur einem Tag.

Sin ceñl de celular - eine echte Seltenheit!

 Die Kirche von 1598 ist leider verschlossen.

Baden mit Vulkanblick. Außerhalb des Wassers ist es ziemlich frisch: 13° C und Sturm. Der Raum und das, was sich Umkleidekabine nennt, ist selbstverständlich nicht beheizt. Die Bademeisterin rennt mit dickem Anorak und Pudelmütze rum.

In San Antonio de los Cobres legt der Zug eine längere Pause ein. Die Passagiere dürfen im Ort spazieren gehen. Einsam, verlassen, trocken und staubig und eine einzige Baustelle, denn die Straßen werden neu angelegt und geteert. Wahnsinn!

Wie fast überall sind wir auch in Tastil allein unterwegs. Außerhalb der Saison? Zu abgelegen? Wohl beides, aber auch die Grenzen haben nach der langen Corona-Pause erst vor ein paar Wochen wieder geöffnet. Internationales Publikum fehlt vollkommen.

Nur eine kleine Flussdurchfahrt. In der Trockenzeit kein Problem. 

Neugierig beäugen diese Lamas uns beim Frühstück.

22/04/2022

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