Die Türkei ist für uns ein höchst kulinarisches Erlebnis. Allein darüber könnte man seitenweise schreiben. Wir konzentrieren uns auf die Überraschungen.
Tee ist eine Zeremonie, Kaffee höchster Genuss, Süßigkeiten sind mehr als Baklava
Gleich am ersten Abend in Kesan schauen wir neugierig auf den Nachbartisch, als auf dem Silbertablett ein Samowar serviert wird. Wollen wir auch Tee bestellen? Soweit kommt es nicht, nach dem Essen werden wir gefragt: Çay? Da steht auch schon der Samowar vor uns. 😊
Kaffee scheint eher Luxus zu sein und so halten wir ihn jeweils besonderen Lokalitäten vor, zum Beispiel dem Kaffeehaus Mustafa Hafiz 1864. Öffnungszeiten in „unserem“ „Stammhaus“ in Istanbul, Eminönü, rund um die Uhr! Man wird vorab gefragt, mit wieviel Zucker man den Kaffee möchte, denn natürlich darf man in dem aufgegossenen Kaffeepulver nicht mehr herumrühren. War uns vorab so klar auch nicht.
Ganz ehrlich, die Auswahl der Süssigkeiten und feinen Backwaren überfordert uns total. Es überrascht uns nicht, dass unser istanbuler Freund anfangs in Deutschland sein Baklava vermisst hat und dafür am Wochenende von Heidelberg nach Mannheim gefahren ist. Gegen die türkischen Leckereien ist eine deutsche Konditorei allerhöchstens Diaspora!
🇦🇲Armenischer Kaffee
Die Armenier betonen sehr, dass sie armenischen Kaffee zubereiten, keinen türkischen. Fehlt uns ein Geschmacksnerv, dass wir den Unterschied nicht merken? Nein!
Es gibt eigentlich keinen Unterschied, außer dass die Türken sehr stolz auf ihren türkischen Kaffee sind und die Armenier auf ihren armenischen und niemals türkischen Kaffee zubereiten würden!
Interessant: die Zubereitung des türkischen Kaffees hat es zum Welterbe geschafft.
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