Südl. Kaukasus

Alles selbst erlebt! Im südlichen Kaukasus.

Klöster Noravank, Khor Virap und eine besondere Begegnung 

Noravank: Highlight Kloster in Highlight Umgebung.

GPS: 39.6848, 45.2330

Spitakavor Kloster - eine besondere Begegnung

Nach soviel Natur am Sewan-See und Vulkan Armaghan ist eigentlich wieder ein bisschen Kultur angesagt. Wir wollen uns das Kloster Spitakavor erwandern. Über Jeghegnadsor, wo wir einen Quadratmeter Lavash kaufen, und Vernashen fahren wir zum Ausgangspunkt der Wanderung, finden dort einen wunderbaren Overlander-Platz direkt am Bach unter Walnussbäumen. Besser geht’s nicht bei der Hitze! Die Temperatur hat mit der Überquerung des Selim Passes (Vardenyarts Pass) um 10° zugenommen. Wir nähern uns zum ersten Mal auf der gesamten Reise der 30° Grenze. Während Deutschland die letzten Wochen unter einer Hitzewelle gelitten hat, konnten wir bei sehr angenehmen Temperaturen wandern.

Wir bleiben drei Tage am Bach, schließen Freundschaft mit einem Kuhhirten und seinen Kühen. Aber war nicht der Plan, das Kloster Spitakavor zu erwandern? Pläne kann man anpassen! Wir wandern das schönste Stück die Schlucht entlang und opfern das Kloster den Temperaturen.

‍Ist immer fröhlich - der Kuhhirte von Vernashen.

‍Richtung Kloster Spitakavor - wir haben nicht vor, dort anzukommen.


Kloster Noravank - Kein Stein gleicht dem anderen

Wir versuchen unsere Erwartungen im Zaum zu halten, als wir Richtung Kloster Noravank fahren. Die „meistbesuchten Klöster“, „bekanntesten Touristenattraktionen“ haben uns auch schon öfters enttäuscht. Diesmal kommt es anders, als gedacht. Allein die Lage zwischen rotem, spitz aufragendem Felsgestein macht Noravank zu einem Highlight, ebenso aber die Architektur des Klosters selbst. Uns beeindrucken die vielen unterschiedlichen Steinornamente auf den einzelnen Mauersteinen. Vom Baumarkt sind die Steine nicht. Die Steinmetze haben damit ihre künstlerischen Fähigkeiten und ihre Ehrerbietung gegenüber Gott zum Ausdruck gebracht.  

‍Norawank thront auf und am Fels.

‍Ein „ganz normaler“ Mauerstein.


‍Hat Milka eigentlich den armenischen Markt schon entdeckt? Kloster Khor Virap vor Ararat.

Khor Virap - dem Ararat so nah

Das Kloster Khor Virap hat für die Armenier ganz besondere Bedeutung: es ist dem Ararat so nah! Genauer gesagt, liegt das Kloster 30 km von der Spitze des Ararat entfernt und nur einen Kilometer von der armenisch-türkischen Grenze. Näher geht also nicht.

Dass der Ararat, schon immer das Wahrzeichen Armeniens, seit 1921 in der Türkei liegt, stört die Armenier ungemein. Gleichzeitig ist die Symbolkraft des Namens wohl eher gestiegen. Irgendwie heißt alles Ararat, vom Taxiunternehmen bis zum Mineralwasser. Genau in diese symbolische Bedeutung muss man auch das Kloster Khor Virap einordnen. Auch bei uns hat es der Große Ararat fast auf alle Fotos geschafft - mal allein, mal mit seinem kleinen Bruder.

03/07/2026

©       Wroblowski / Zängerlein