Reparatur auf armenisch in Georgien
Zwar sind wir noch in Georgien, aber in Achalziche leben fast eine Drittel Armenier und unsere Mechaniker betonen sehr, dass sie Armenier, keine Georgier sind.
Bruder 1 fährt mit Peter und unserem ausgebauten gerissenen Schlauch zum Ersatzteileladen und baut ihn dann ein. Ich koche ihm einen italienischen Espresso, wie wir das immer machen in einer Werkstatt. Bruder 2 scheint mit dem Kaffee nicht ganz zufrieden zu sein. Er wirft sein Maschinchen an und kocht auch Kaffee, einen auf türkische Art, Nein, armenisch! Er zeigt mir genau, die Mischung aus feinstem Kaffeepulver und Zucker und ja, der Kaffee schmeckt wirklich gut.
Wir unterhalten uns auf Deutsch-Englisch-Russisch-Armenisch bis die Deutsch-Russische Google-Übersetzung am besten funktioniert. Wir erhalten noch Tipps für die Weiterfahrt und fahren nach einer Stunde glücklich vom Hof.
Eine Stunde später fahren wir nach unserem Einkauf noch einmal vorbei und bedanken uns mit einer Flasche armenischem (!) Schnaps. Was freuen sie sich!
Kühe hüten ist besser als jede Meditation
Auch wenn wir einen Ruhetag unter Walnussbäumen am Gebirgsbach verbringen, machen wir eigentlich immer irgend etwas - zum Beispiel an dieser Webseite schreiben, Fotos bearbeiten, Zeitung lesen, eine YouTube-Reportage schauen über Reisende in Kirgisistan, …
Am späten Nachmittag kommt ein Kuhhirte mit seinen vier Kühen aus der Schlucht vorbei, er gesellt sich zu uns, möchte durch Peters Kamera gucken. Zeigt auf den Berg, wo er mit seinen Kühen war. Wir trinken ein Glas Wasser zusammen, essen ein paar Plätzchen. Und dann steht er einfach da. Er wartet bis seine vier Kühe sich bequemen, weiter zu gehen. Sicher eine halbe Stunde macht er nichts. Außer stehen.
Da werden wir schon ganz nervös…
Am nächsten Tag freuen wir uns, dass wir uns wieder treffen unterm Nussbaum. Viel reden können wir nicht, aber das ist jetzt schon eine kleine Freundschaft.
Juli 2026
REISE April - Juli 2026
Einzelrouten, Fakten, Mit dem Camper unterwegs