Electricity is gone
Wir parken in „luftiger“ Höhe über Tbilisi bei der riesigen Statue Kartlis Deda, der Mutter Georgiens. Von dort geht auch eine der Seilbahnlinien in die Stadt hinunter. Aus den Kabinen hat man bestimmt eine gute Aussicht. Aber genau in dem Moment als wir das Ticket kaufen wollen, bleiben die Kabinen stehen. Electricity is gone! Wie lange? Die Dame zuckt mit den Schultern und schließt dann das Kassenhäuschen.
War das jetzt der Vorgeschmack auf Tbilisi? Moderne Seilbahn, aber dann fällt der Strom aus.
P.S. Während wir den Hang hinunter in die Stadt gehen, fährt die Bahn wieder an. Ein paar Meter nur. Sie haben den Dieselgenerator angeworfen, um die Leute aus den hängenden Kabinen zu „retten“. Dann bleibt die Seilbahn erst mal stehen.
Gespaltene Stadt
So wie die Seilbahn hinterlässt ganz Tiflis einen sehr gespaltenen Eindruck bei uns. Ultramoderne Gebäude wechseln sich ab mit „alter Substanz“. Selbst auf den Touristenpfaden durch die Altstadt landen wir in Gassen, die eher einem Abrissviertel als dem Anziehungspunkt einer Hauptstadt ähneln. Der Verfall schockiert!
Gleichzeitig sieht man, wie schön der „Tbilisser Stil“ sein kann. Er wird beschrieben als eine Mischung aus georgischer, persischer, osmanischer, russischer und europäischer Architektur. Für uns ist es eine „Wilde Mischung“ - aber wirklich schön!
Einen der restaurierten, geschnitzten Holzbalkone suchen wir uns zum Abendessen aus. Das hat was!
Ebenso hat die georgische Küche was: Spinat-Walnuss-Törtchen, Gebratenes Hühnchen in Walnusssoße, Kalbsgulasch in Estragonsoße. Ganz und gar eigene Kreationen. Dazu georgischen Wein - äußerst lecker.
Gabriadzes Uhrenturm
Dieser Uhrturm ist ein Unikum: krumm und schräg mit verrückten Verzierungen. Jede Stunde wird die Uhrzeit von einem Engel gehämmert und um 12 und 19 Uhr gibt es ein kleines Puppenspiel. Lustig!
09/06/2026
REISE April - Juli 2026
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