Master-Plan - ein Plan zum Anpassen

Schweiz 2020: Mässersee im Binntal. 

Zwar haben wir vor jeder größeren Etappe eine grobe Idee im Kopf, welche Länder wir besuchen, wie lange und in welcher Reihenfolge. Aber meistens kommt es dann ganz anders als gedacht. Mal ist es ein begeisternder Reisebericht anderer Overlander und wir fahren spontan über die Grenze nach Simbabwe (2014), mal halten uns Unruhen nach der Wahl ab, nach Burundi einzureisen (2015). Auch in Ecuador sind die Grenzen wegen des massiven Widerstands der indigenen Bevölkerung gegen eine Benzinpreiserhöhung geschlossen (2019) als wir in Südamerika landen. Drei Wochen später hat man sich mit der Regierung geeinigt und wir können das Land uneingeschränkt erkunden. 2020 durchkreuzt der Corona-Virus die Planung für die vierte Südamerika-Etappe…

Man sieht, unser Plan ist zum Anpassen da und wir sind überhaupt nicht traurig, dass uns das Leben ständig überrascht! Mit Goethe gesprochen: "Nimmt man das Willkürliche aus dem Leben [...] hinweg, so hat man das Beste hinweggenommen.“



Mai 2021: Ausgebüxt nach Griechenland

Griechenland, Mai 2021: Kirchen säumen die Route, egal ob beim Wandern oder Autofahren.

Nach einem Jahr Web-Auszeit melden wir uns zurück, auch nach dem ersten Corona-Jahr. Das heißt aber nicht, dass wir ein Jahr zu Hause gesessen hätten. Nein, wir waren achtmal für eine bis drei Wochen unterwegs, siebenmal in Deutschland und dreimal in der Schweiz … und haben uns dabei nicht im Kreis gedreht oder gar gelangweilt. Und sauer sind wir auch nicht geworden!

Doch so langsam öffnen sich die europäischen Grenzen wieder, zumindest für Getestete, Geimpfte und Genesene - wir gehören im Moment noch zu Ersteren - und wir nutzen die Gelegenheit. Wir büxen aus nach Griechenland. Vier Wochen haben wir Zeit, den Peloponnes zu erkunden und hoffentlich bleibt auch noch ein bisschen Zeit für den Norden. 

Wie immer wissen wir allerhöchsten morgens, wohin der Tag uns treibt - allerhöchstens!

Mai 2020: Reisepause in Corona-Zeiten

Thüringen, 2020: Wasserschloss Kochberg bei Rudolstadt.

Danke der Nachfrage - es geht uns gut in diesen unwirklichen Zeiten! Wie geplant sind wir Anfang März in Deutschland gelandet, zehn Tage vor Ausrufen des Ausnahmezustandes in Peru und Schließung des internationalen Flughafens Lima. Glück gehabt! 

Eigentlich wollten wir Ende März noch Ski fahren und im April nach Portugal - eigentlich! Statt dessen beschäftigen wir uns mit der Reproduktionszahl R und den erstaunlichen Erkenntnissen, die unsere Politiker daraus ziehen, gehen mit Maske einkaufen und versuchen gerade über diverse Corona-Hotlines zu erkunden, in welchem Bundesland man mit dem Wohnmobil noch bzw. schon wieder willkommen ist, natürlich ohne Kontaktsperre und Mindestabstand zu verletzen. Wir hoffen sehr auf fundierte und differenzierte wissenschaftliche Erkenntnisse in den nächsten Wochen und auf darauf basierende, nachvollziehbare politische Entscheidungen. 

Oktober 2019: Zurück in Südamerika - ¿Ecuador, Kolumbien?

Ecuador 2019: Nationalpark Podocarpus.

Wir sind zurück in Cusco und startklar für die dritte Etappe Südamerika. Es soll Richtung Norden durch Ecuador nach Kolumbien gehen, aber es bleibt im Moment spannend, wie sich die Lage in Ecuador entwickelt. Vor zwei Wochen, am 3. Oktober 2019, wurde der Ausnahmezustand ausgerufen: Barrikaden, Ausgangssperre, kein Treibstoff, Lebensmittel werden knapp - das volle Programm. Gestern, am 14. Oktober, wurde eine grundsätzliche Einigung zwischen Regierung und Aufständischen erzielt. Wird sich der Zustand stabilisieren und können wir in drei bis vier Wochen einreisen? Flexibilität und Spontanität sind wieder einmal gefordert - aber darin sind wir inzwischen geübt. Fest steht jedoch jetzt schon, dass wir nur solche Länder besuchen, in denen wir als Gast auch willkommen sind!

Februar 2019: Südamerika - ein riesiger Kontinent

Chile, 2018: Fahrt zur Laguna Verde. 

Nach zwei Etappen und neun Monaten haben wir so langsam eine Vorstellung von den Dimensionen des südamerikanischen Kontinents - er ist riesig. Noch haben wir ausschließlich Argentinien, Chile und Peru bereist und selbst in diesen Ländern bleiben noch ein paar weiße Flecken, die wir uns für spätere Etappen aufgehoben haben. Die Natur in den Weiten Patagoniens, der Atacama und den Hoch-Anden hat uns so gut gefallen, dass sich unser Reisetempo zugunsten intensiver Reiseerlebnisse noch einmal verlangsamt hat. Wir genießen die Zeit!

Nach aktueller Planung wollen wir noch mindestens zwei, wenn nicht drei weitere Reise-Etappen von jeweils vier bis fünf Monaten in Südamerika verbringen. Für die nächste Etappe ab September/Oktober 2019 haben wir uns spontan Ecuador und Kolumbien auf die Agenda geschrieben. Bolivien und der Norden Argentiniens müssen noch etwas warten.

September 2018: Start durch Argentinien, Chile, Peru...

Peru, 2018: Schafhirtin im Colca Tal.


Wie schon den afrikanischen wollen wir auch den südamerikanischen Kontinent in mehreren Etappen bereisen. Von Oktober 2017 bis März 2018 haben wir Patagonien erkundet: wilde Atlantikküste, gigantische Gletscher, schroffe Andengipfel, schön geformte Vulkane, endlose Pampa, tiefe Regenwälder, See-Elefanten und Königspinguine. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!

Seit September 2018 sind wir nun im Norden von Argentinien und Chile unterwegs. Eigentlich wollen wir von dort nach Bolivien, sind aber skeptisch, ob die bald einsetzende Regenzeit das noch zulässt. Für die Küstenregion von Chile und Peru haben wir aber die perfekte Jahreszeit erwischt und das werden wir reichlich ausnutzen!   

Irgendwann im Januar oder Februar 2019 geht es wieder nach Hause.

April 2018: „Zwischen“ Südamerika

Italien, 2018: Frühling auf Sardinien.


Wie schon den afrikanischen wollen wir auch den südamerikanischen Kontinent in mehreren Etappen bereisen. In der ersten Etappe von Oktober 2017 bis März 2018 war Patagonien unser Ziel: Wilde Atlantikküste, Gletscher, schroffe Andengipfel und Vulkane, Pampa und Regenwälder, See-Elefanten und Königspinguine. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen!

Ab März 2018 sind wir nun auf Heimaturlaub und damit keine Langeweile aufkommt - denn das wäre tödlich -, haben wir uns ein Zweitmobil zugelegt. Die erste Reise damit ging nach Sardinien und unser Mobil hat sich dabei als voller Erfolg entpuppt.

Ab September 2018 werden wir die zweite Etappe Südamerika in Angriff nehmen.

November 2017: Start Patagonien-Runde

Argentinien, 2018: Laguna del Diamante. 


Angekommen - wir sind weich in Buenos Aires gelandet und unser Auto konnten wir wohlbehalten im Hafen von Montevideo abholen. Beide Metropolen haben wir noch als „Touristen“ vom Hotel aus besichtigt, aber jetzt geht es mit unserem iMobil auf große Tour.

Von Uruguay aus reisen wir schnell nach Argentinien ein und seit Anfang November 2017 sind wir auf dem Weg nach Süden. Erst quer durch die Pampa, dann entlang der Atlantikküste. Mittlerweile haben wir den Rio Colorado und den Rio Negro überquert und sind damit in Patagonien angekommen. Irgendwann geht es im Zickzack-Kurs zwischen Argentinien und Chile pendelnd durch die Anden wieder nach Norden. Bis März 2018 wollen wir uns den Traum eines jedes Outdoor-Fans erfüllen - wir werden die wilde Landschaft Patagoniens mit viel Zeit bereisen und ihr könnt uns hier dabei folgen.

Ab März 2018 werden wir einen Heimaturlaub einschieben und später im Jahr zur zweiten Etappe durch Südamerika aufbrechen. Aber das ist noch lange hin und wir hoffen zunächst, dass in dieser Etappe alles nach Plan läuft.

Februar 2017: Europa

 Bayrischer Wald, 2017.

Das Jahr 2016 haben wir nach unserer Rückkehr aus Afrika im März für diverse Touren durch Deutschland, Österreich und Italien genutzt: den Wonnemonat Mai in Thüringen, im Juli/August haben wir das Ötztal und jedes zweite Tal in Südtirol und den Dolomiten durchwandert und im September hat uns ein Spätsommer mit 30° C in der Lüneburger Heide und an der Ostsee verwöhnt. Wir haben zwischen Wismar und Stralsund auf jeder Seebrücke gestanden und Rügen besucht. Für November war klar, dass wir in eine warme Region wollen und die Reise nach Kuba fanden wir extrem interessant und inspirierend! Pünktlich zum dritten Advent und einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt waren wir wieder zu Hause. Unser Kuba-Visum haben wir voll ausgekostet, es ist 90 Minuten nach dem das Flugzeug in Havanna abgehoben hat, abgelaufen.

Im Februar 2017 haben wir nun endlich auch einmal eine Tour in die verschneiten Mittelgebirge Deutschlands geschafft - wir waren im Bayerischen Wald und haben uns auf den Loipen und Winterwanderwegen rund um den Großen Arber ausgepowert.

Die Verschiffung unseres Autos nach Südamerika im September ist vorbereitet, die Flüge nach Buenos Aires sind für den 24.10. gebucht! Für circa drei Jahre wollen wir den deutschen Winter auf der Südhalbkugel verbringen und im Sommer durch Europa reisen. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit … für April/Mai ist eine Tour durch den Süden Italiens geplant und im Sommer die große Runde über die Hohe Tatra bis in die Karpaten und über den Balkan wieder nach Hause. Mal sehen, ob wir das alles so schaffen, aber es klingt schon realistischer als die ursprüngliche Idee bis in den Iran und/oder Kirgisistan zu fahren. Asien auf dem Landweg heben wir uns für später auf!

Wenn es die Umstände erlauben, werden wir von Südamerika gleich weiter reisen nach Mittel- und Nordamerika. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass wir unser Auto zunächst einmal wieder nach Deutschland verschiffen und eine kurze Pause einlegen. Wir haben auch immer ein Auge auf die „exotischeren“ Regionen wie Ost-Asien oder West-Afrika. Wann immer dort das Zeitfenster für eine relativ unbeschwerte Reise mit dem eigenen Auto aufgeht, würden wir es konsequent nutzen. USA/Kanada und Australien/Neuseeland können wir auch noch in 10 Jahren besuchen, zumindest hoffen wir das!

April 2016: Luftholen… nach 3 Etappen Afrika

… nach zwei Jahren Afrika wollen wir uns in Europa etwas Zeit zum Durchatmen und Verdauen gönnen. Nicht dass uns Afrika schwer im Magen liegt, es ist eher, dass wir die wunderbaren Eindrücke nicht gleich übertünchen möchten mit neuem Exotischen. Ein paar Ausflüge in bekanntere Gebiete, wie die deutschen Mittelgebirge, Portugal oder Süditalien werden Gelegenheit dazu bieten. 

Bis das Fernweh unerträglich wird, haben wir uns sicher entschieden, ob wir uns auf dem Landweg nach Asien aufmachen (Kirgisistan!) oder doch nach Südamerika verschiffen. 

Einer dieser Träume wird jedenfalls verwirklicht werden!

Kuba, 2016: Oldtimer-Taxi.

 

Update Dezember 2016: 

Das Fernweh wurde unerträglich und wir sind für gut vier Wochen nach Kuba geflogen. Auch die Entscheidung für Südamerika ist inzwischen gefallen. Die Flüge sind bereits gebucht, im Oktober 2017 soll es los gehen.


Sommer 2015: Nach der 2. Etappe Afrika

Tansania, 2015: Büffel im Ngoro Ngoro Krater.


Wir sind von März bis Juni 2015 über Botswana, Sambia, Malawi, Tansania bis nach Kenia gekommen. Kenia hat uns so gut gefallen, dass wir das Land ab September nach unserem Sommerurlaub in Deutschland noch einmal mit etwas mehr Zeit bereisen wollen. Außerdem haben wir viel Gutes über Uganda und Ruanda gehört. Also ändern wir unsere Pläne und fahren durch diese Länder rund um den Viktoriasee und erst dann wieder nach Süden. Dieser Route fällt leider das Weihnachtsfest zu Hause zum Opfer, was uns nicht leicht fällt. Wir trösten uns mit dem Gedanken, das nasskalte Wetter in Deutschland gegen die Sonne Afrikas einzutauschen und damit, dass unsere Tochter uns im Januar in Kapstadt besuchen wird! Ende Februar 2016 wollen wir das Auto wieder nach Hause verschiffen, auch wenn uns der Abschied von Afrika nach zwei Jahren wohl schwer fallen wird. Diese Zeitplanung ist aber sehr praktisch, da unser Vehikel nach Verschiffung und einigen Wartungsarbeiten pünktlich im Frühjahr 2016 wieder für die nächsten Touren zur Verfügung stehen soll. Aber jetzt sehen wir erst einmal, dass wir wohl behalten wieder Südafrika erreichen!


Ende 2014: Nach der 1. Etappe Afrika

Simbabwe, 2014: Blick von den Chilojo Cliffs im Gonarezhou Nationalpark.

Die ersten sechs Monate in Afrika haben uns sehr gut gefallen: Südafrika, Simbabwe, Botswana, Namibia mit viel Zeit und Stippvisiten in Lesotho und Sambia. Bis 2015 oder sogar 2016 soll das Auto nun in Afrika bleiben: Mindestens Malawi und Tansania reizen uns auch noch und vielleicht überwintern wir dann noch am Kap. Unseren mittelfristigen Plan haben wir jedoch geändert: Die nächste Etappe soll uns nach Südamerika statt Australien führen. Grund: Viele Länder dort erlauben heute noch das Reisen weit ab der Touristenströme. Das ändert sich jedoch gerade und wir wollen die Zeit nutzen, bevor es zu spät ist. Da es von Afrika nach Südamerika keine RoRo-Verschiffung für unser Auto gibt, müssen wir erst wieder zurück nach Europa. Diese Gelegenheit werden wir für Wartungsarbeiten und mindestens eine ausgedehnte Tour nutzen, vielleicht in Richtung Osten …


April 2014: Vorfreude auf Afrika

Namibia, 2014: Namib.

Für Osteuropa hat am Ende die Zeit nicht gereicht. Da im Winter gar kein Schnee gefallen ist, ist leider auch die geplante Rundtour durch die deutschen Mittelgebirge ausgefallen. Aber - im Mai geht es nach Afrika!

Ende 2013: Schnuppertouren in Europa

Norwegen, 2012: Lofoten.

Die Schnuppertouren in Europa haben uns bisher nach Dänemark, Norwegen, Schweden, Sizilien, die Liparischen Inseln, Andorra, das spanische Festland sowie die Kanarischen Inseln geführt. Vielleicht ist noch Zeit für Osteuropa oder eine Wintertour durch Deutschland bevor es Anfang 2014 nach Afrika geht. Dort wollen wir einen Teil des Kontinentes für zwei oder drei Jahre bereisen - anschließend das Auto weiter nach Australien/Neuseeland verschiffen für ebenfalls zwei bis drei Jahre - danach nach Südamerika und ca. fünf Jahre von Feuerland bis Alaska touren. Dann bleibt uns als Rentner noch Nordafrika, der mittlere Osten sowie Asien vom Ural bis hinter die chinesische Mauer!


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