Liebe Gewohnheiten oder…deutscher als gedacht

Etwas zum Schmunzeln, bitte keinesfalls ernst nehmen…

Persil riecht einfach besser  

In Argentinien und Chile gibt es in jeder mittleren Kleinstadt eine Lavandaria oder ein Lavadero, d.h. eine Wäscherei. Offensichtlich fehlt die Waschmaschine und der Trockner noch zu Hause und man lässt seine Wäsche waschen. Von den paar Rucksacktouristen und Langzeitreisenden können die riesigen Wäschepakete auf den Regalen nicht sein. Für uns ist das recht praktisch: die Wäschestücke werden gezählt oder gewogen und am nächsten Tag holt man sie gewaschen und mehr oder weniger gut riechend (Persil verwenden sie jedenfalls nicht!) wieder ab. Bis jetzt ist uns noch keine Socke abhanden gekommen, nur einmal hatten wir ein T-Shirt zu viel.

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Tetrapak & Co

Wieso bilden wir hier diese wunderschöne Milchflasche ab? Wohlgemerkt, eine verschließbare Milchfalsche. Da es weder in Afrika noch in Südamerika selbstverständlich ist, im Supermarkt eine solche zu finden! Mal gibt es lapprige „Plastiksäcke“, mal den Erstlings-Prototyp von Tetrapak zum Aufschneiden, mal gibt es Milchtüten, die zwar einen Verschluss haben, der aber nicht richtig schließt oder den man schon beim ersten Mal abreißt…

Wir freuen uns also immer riesig, eine Milchverpackung zu finden, die jeder Schotterpiste standhält. 

Nur am Rande erwähnt: 3-lagiges Toilettenpapier muss man sich selber basteln und unzerreißbare Tempos importieren wir aus Deutschland …


Glas - Metall - Plastik & Co

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Wie staunten wir als wir im Nationalpark Torres del Paine zum ersten Mal nach 6 Woche Reise vier unterschiedlich farbige Müllbehälter vorfanden - für Glas, Metall, Plastik und Restmüll. Hatten wir uns doch widerwärtig daran gewöhnt, die schlechten Salatblätter über das Marmeladeglas, die leere Tomatendose und die Kartoffelschale gemeinsam in einem Sack zu entsorgen. Ganz ehrlich - jetzt machten wir uns Gedanken, was denn mit den diversen Behältern geschehen würde… bis wir am nächsten Morgen die Parkangestellte beobachteten, wie sie die Abfälle aus den diversen Behältern in einen großen schwarzen Sack kippte…


Das ist noch eine echte Müll-Tonne!


Wie lautet das Passwort, bitte? 

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Ja, wir sind es gewohnt, immer und überall erreichbar zu sein. Eigentlich wäre es ja erstrebenswert, diesem Zwang auch mal für einige Zeit zu entkommen, aber …

… ohne Internet keine Wettervorhersage, keine Recherche über die weitere Route, keine Banküberweisung, keine neuen Veröffentlichungen auf unserer Webseite, kein Kontakt nach Hause!

Wirklich praktisch und entspannend ist es nicht, wenn wir eine Woche lang nur bei unserem Lieblings-Bäcker mickrigen Internet-Zugang haben, dessen Bandbreite wir uns mit 10 anderen Kunden teilen müssen. 

P.S. Natürlich kaufen wir uns in jedem Land eine lokale SIM Karte. So sind wir meistens unabhängig von den WLANs der Cafés und Restaurants. Nur - wie schon in Namibia festgestellt: Wo kein Mensch, da kein Mast! In kaum bewohnten Gebieten gibt es noch viele weiße Flecken auf der Mobilfunk-Karte. Selbst im hochtouristischen El Chaltén wurde unsere argentinische SIM-Karte von Claro nicht unterstützt. Hier hatten wir wirklich nur beim täglichen Brotkauf kurz Internet-Zugang.


Fazit dieser Seite: Wir sind wohl deutscher als gedacht!?!?

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