Camino de los Siente Lagos -
Kaffee-Fahrt und noch ein Cerro

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Keine Region ohne Wanderung - Panorama vom Cerro Falkner

Mit dem Wind in Argentinien kommt auch wieder körperlich spürbares Wetter. Nach zwei Tagen vertreibt uns ein Temperatursturz aus dem Paradies am Lago Lolog. 

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Aber 15°C sind ideal, um San Martín de los Andes zu besuchen, wunderbar eingebettet zwischen Bergen und dem Lago Lácar, perfekt hergerichtet, um Touristen aus aller Welt zu empfangen. Wir erledigen ein paar praktische Dinge, wie schon wieder eine Windschutzscheibe reparieren lassen, Wäsche waschen, einkaufen und können uns dem Angebot des Touristenstädtchens nicht ganz entziehen. Neben „Schweizer Messer und Asado“, dem wir ein eigenes Kapitel gewidmet haben, lassen wir uns von einem Einheimischen das beste Forellenlokal, Doña Quela, empfehlen, wo wir dann in kolonialem Ambiente fürstlich speisen. Ob die marinierte Hirsch-Vorspeise oder die Forelle besser war oder gar das Mousse au Chocolat …? Wir schwärmen noch Tage später davon.                                                                          

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San Martín markiert auch den Beginn des Camino de los Siete Lagos, der Straße der Sieben Seen. Sie schlängelt sich gut 100 Kilometer zwischen Gebirgsseen nach Süden bis Villa La Angostura, der kleinen Schwester von San Martín. Eine Kaffeefahrt-Strecke allererster Güte: fahren, Aussichtspunkt, aussteigen, Foto machen, fahren, Aussichtspunkt, aussteigen, Foto machen … Angesichts von 13°C und Regen fällt uns nichts Besseres ein, als uns einzureihen in die Urlauber-Auto-Bus-Schlange und ab und zu auszusteigen und ein nicht sehr beeindruckendes Foto zu machen. In einem Tag nach Villa La Angostura und zurück sollte zu schaffen sein, dann machen wir uns aus dem Staub. Denken wir.

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Der Rückweg ist nicht ganz zu schaffen, inzwischen regnet es heftig und hat nur noch 6 °C. Nachts kühlt es sogar auf 3°C ab. (Erinnerung: vor zwei Tagen haben wir noch bei hochsommerlichen Temperaturen gebadet.) An einem der schönen Natur-Campingplätze des Nationalparks Nauhuel Huapi, durch den der Camino de los Siete Lagos führt, machen wir halt. Genug für heute.



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Können wir am nächsten Morgen einfach weiter fahren ohne wenigstens eine klitzekleine Wanderung in dieser schönen Gegend gemacht zu haben? Unmöglich! Wir sitzen bei Regen und einstelliger Temperatur einen Tag im Auto ab. Welch Luxus - neben uns liegen die Radfahrer Juliane und Santiago im Zelt und frieren sicher fürchterlich! Nachmittags bekommen wir Kaffee-Besuch von Marita und Jan, die seit drei Jahren auf der Panamerica unterwegs sind. Spannend! So spannend, dass wir abends alle sechs zusammen am Lagerfeuer Reiseabenteuer erzählen und auf die deutsch-schweiz-argentinische Freundschaft anstoßen. 

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Und noch einen Tag später hat sich das Wetter so weit berappelt, dass wir schon wieder schwitzen, als wir mit Marita und Jan den Cerro Falkner bezwingen. Es geht ja auch 1.200 m steil den Berg hoch! Oben genießen wir die herrliche Rundumsicht auf Vulkane und Seen. 

Nichts also mit San Martín - Villa la Angostura hin und zurück in einem Tag. Wir bleiben vier Tage hier hängen, wissen jetzt aber auch, wie schön es rechts und links des Camino de los Siete Lagos ist.



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