Musoma am Viktoriasee 

Bekannterweise sind wir keine Stadtmenschen, aber Musoma gefällt uns ausgesprochen gut. Ganz am äußersten Zipfel einer schmalen Halbinsel haben wir zwischen Felsen eine schöne  Lodge gefunden, die auch einen Platz zum Campen anbietet. Musoma ist kein bisschen touristisch und so hat man auch in der Stadt oder einfach beim Spazierengehen seine Ruhe. 

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Herrlich gelegen! - Musoma am Viktoriasee.

Auf dem Fischmarkt haben wir uns zwei superfrische Buntbarsche (Tilapia) gekauft, der ein Meter lange Viktoriabarsch (Nilbarsch) war uns dann doch ein bisschen zu groß :-) Mittlerweile halten wir auch nicht mehr nach einem Supermarkt Ausschau - den haben wir bis jetzt in Tansania so und so nicht gefunden -, wir gehen über den Markt. In Musoma gibt es eine richtige Markthalle und vom lokalen Reis (mmmhh!) bis zum Gewürzpäckchen gibt es hier alles frisch vom Erzeuger. Mit mehreren Tüten bepackt - Pole, Pole, Vorsicht, in einer Tüte sind die Eier! - kommen wir „nach Hause“. 

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Marabus gehören zum Stadtbild, als Galionsfigur auf dem Dach einer Fischfabrik oder zwischen den Ständen des Fischmarkts.

Obwohl Musoma „nur“ regionale Hauptstadt ist, sieht man wieder deutlich den Unterschied zwischen Land und Stadt: die (nicht muslimischen) Frauen tragen Hosen, die Röcke werden kürzer und die Frisuren imposanter! Und das, obwohl auch hier die Rufe des Muezzin über die Stadt schallen.

Als Peter eine Runde joggen geht, gesellt sich ein junger Massai zu ihm. Der Massai ist als Übersetzer bei einem chinesischen Bauunternehmen angestellt und übersetzt Chinesisch-Kisuaheli! Da muss man zum Ausgleich wohl jeden Abend joggen gehen.

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Der Kunde ist König! Weil unser Auto zu hoch ist, wird kurzerhand ein Ast abgesägt.                    Unsere „Haustiere“ beim Camp.

Und dann verbringen wir einen ganzen Tag in der Autowerkstatt. Schon in der Serengeti haben wir durch einen defekten Gummischlauch Kühlwasser verloren und leider hat das Provisorium mit Klebeband nicht gehalten. Wir fragen also bei der Ankunft in Musoma bei einer Tankstelle nach einer Werkstatt, werden von A nach B nach C geschickt. D schickt uns quer über die Straße zu E. E hat aber geschlossen, da kommt F ins Spiel. F kauft gerade Holzkohle, kennt aber über seinen Sohn den G, der Automechaniker ist! Wir folgen also dem mit einem riesigen Holzkohlesack beladenen Auto quer durch die Stadt. Ein Glücksgriff! Nach zwei Versuchen und fünf Stunden ist unser Kühlschlauch wieder dicht! 

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 Blick ins Auto und in die Werkstatt. 

Während der Reparatur babbelt Peter mit dem Sohn des Vermittlers - er ist gleichzeitig Dolmetscher für den Automechaniker - fünf Stunden über Gott, die Welt und das Reisen. Heike macht geführte Touren durch das iMobil für alle Freunde der Familie. 

Nur schade, dass wir Sophia nicht angetroffen haben. Sie wohnt in Musoma und hätte uns sicher noch die eine oder andere „intime“ Ecke zeigen können. 

© P Wroblowski / H Zängerlein 2015                                                                                                                                                          Disclaimer          Kontakt          Sitemap