Entlang des Rift Valley nach Norden

Fischer im seiner Nuss-Schale, traditionell aus super-leichtem Balsa gebaut, auf dem Lake Baringo.

Nach den schaurig-schönen Erlebnissen in der Massai Mara, brauchen wir unbedingt etwas Ruhe fürs Gemüt. Langsam tuckern wir entlang des Afrikanischen Grabenbruchs (Rift Valley) von einem See zum nächsten Richtung Norden. 

Am Lake Naivasha fahren wir kilometerlang an Gewächshäusern vorbei. Rosenfarmen! - da will Heike unbedingt einmal hinein spitzen. Die „kleine“ Aquila Rosenfarm mit einer Produktion von 30 Millionen (!) Rosen pro Jahr gibt uns am nächsten Tag eine ganz private Tour. Das gesamte Management freut sich, dass wir uns für ihr Geschäft interessieren. Zum Schluss wollen sie uns einen ganzen Bündel Rosen schenken - sucht euch eure Lieblingsfarbe aus! Aber einen Arm voll Rosen können wir in unserem Auto und unserer faltbaren IKEA-Vase so gar nicht gebrauchen. Wir nehmen also nur zwei Rosen mit - das versteht kein Mensch!

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Morgens geschnitten, dann gekühlt, sortiert, verpackt, verschickt      Unser Rosen-Souvenir am nächsten Morgen. Irgend etwas 
und am nächsten Tag bei uns in Europa!                                                     haben wir wohl falsch gemacht :-(


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Den kleinen Crater Lake umrunden wir zu Fuß. Wenn es keine Löwen und Elefanten gibt, dann darf man sich in Afrika frei bewegen - trotz Hyänen, Leoparden, Büffel und sonstigem Getier.

Abends sitzen wir am Lagerfeuer und hören die Hyänen heulen. Naturgeräuschen gegenüber sind wir immer aufgeschlossen, bis eine Hyäne 50 m vor uns ihr Geheul anstimmt. Heike hüpft sofort ins Auto. Peter gibt sich mutig, fuchtelt aber nervös mit der Stirnlampe in der Finsternis herum - bis er ein Augenpaar sieht. Er holt sich eine große Taschenlampe und entdeckt  - ein Zebra. Dennoch findet auch er, dass es jetzt Zeit wird, ins Bett zu gehen.


Blick vom Kraterrand ins Innere und die herrliche Berglandschaft im Hintergrund.


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Unser nächstes Ziel ist der Lake BaringoEr liegt schon auf der nördlichen Halbkugel. Nach Nakuru passiert unser iMobil zum dritten Mal den Äquator von Süd nach Nord. Das Visitor Center 300 m vor der imaginären Linie lassen wir diesmal links liegen. Wir fahren direkt auf den Äquator zu unserem Lieblingskiosk und wollen wieder Zucker kaufen. Leider zu! - es ist Sonntag. Trotzdem bleiben wir stehen und  trinken heute einen ganz besonderen Cappuccino: Peter sitzt Nord, Heike Süd. 



Heute leider geschlossen: Das Kiosk „auf“ dem Äquator.                  

Der Lake Baringo ändert, wie auch der Lake Bogoria, seinen Wasserstand periodisch. Unser Guide Lui glaubt, es hängt mit der tektonischen Verschiebung der Erdplatten zusammen. Scheint plausibel, sind wir doch mitten im Afrikanischen Grabenbruch. Das letzte Mal trat er 1964 über die Ufer und hat sich dann über Jahre langsam zurück gezogen. 1980 hat sich daran niemand mehr erinnert und es wurden u.a. eine Schule und das Robert’s Camp ans Seeufer gebaut. Der See kam 2004 zurück und hat alles unter Wasser gesetzt. Sämtliche Gebäude sind verfallen. Inzwischen sinkt der Wasserspiegel wieder. Keiner weiß für wie lange.

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Tote Bäume säumen das Ufer - die Ringe zeigen den Wasserstand.     Ruine des ehemaligen Camps.

Wir lassen uns mit dem Boot in der überschwemmten Uferzone zwischen Hippos, Krokos und 450 Vogelarten herumkutschieren.

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Dies ist ein Uhu - leider knitzt er die ganze Zeit die Augen zu.               Alles andere nennen wir der Einfachheit halber „Flugobjekte“.

Dann fahren wir zu einer Insel, um Seeadler zu füttern. Außerdem lebt dort eine 33-köpfige Familie: 1 Mann mit seinen 5 Frauen und 27 Kindern.

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Für 200 KES (1,70 EUR) kaufen wir einen Fisch, bestücken ihn im Innern mit einem Balsa-Stöckchen, damit er schwimmt und gehen Seeadler füttern. 














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