Eli vor Kili - Amboseli National Park

Noch fotogener als die Elis finden wir die Zebras vor dem Kilimandscharo

Unser erster echter Reisetag entpuppt sich afrikanisch abenteuerlich und anstrengend und trotzdem oder gerade deshalb fühlen wir uns sofort wieder heimisch: Chaos auf den Straßen, innerorts alle 50 m ein Speedbump, Strohbündel auf Kopf, drei Personen oder auch Ziegen auf Motorrad, winkende Kinder am Straßenrand, Grenzbeamte in der Mittagspause, Politesse mit Rad-Krallen und überall Hitze und Staub.

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Bulldust nennt man hier den Staub, der durch die vielen kleinen Tornados hoch in die Luft gewirbelt wird - mit Recht.
 Rechts verschwindet eine Ziegenherde gerade in der Wolke. 

Wir starten in Arusha, fahren südlich vom Kilimandscharo Richtung Osten, haben es nach zwei Stunden Grenzprozedere geschafft bei Taveta nach Kenia einzureisen und landen auf unserem Weg zum Amboseli National Park auf einer rauhen Piste. Ab und zu überholt uns unsere eigene Staubwolke, wenn wir wegen eines Schlaglochs oder Speedbumps zu abrupt bremsen müssen. Spätestens jetzt sind wir in Afrika angekommen!

Auch die erste Übernachtung wird ein Erlebnis aus der Kategorie „typisch Afrika“ - aber das ist eine eigene Geschichte (siehe Our father is calling you).

Jetzt hoffen wir nur noch auf klares Wetter, denn unser eigentliches Ziel ist es, den Eli vor dem Kili zu erwischen. Dafür stehen wir um 5:30 Uhr auf und fahren Punkt 6:00 Uhr als erstes Auto durch das Kimana Gate in den Amboseli National Park

Em Posel bedeutet bei den Massai salziger Staub und genau das finden wir vor. Es ist Ende der Trockenzeit und es ist wirklich kaum etwas Grünes zu sehen bis auf die Sumpfgebiete. Hier tummeln sich alle Tiere. Insofern ist es ganz einfach einen Elefant oder auch eine ganze Herde zu finden. 

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Zwar ohne Kili im Hintergrund, aber bizarr: Elefanten weiden knietief im Sumpf, umgeben von ausgetrockneter Landschaft.

Die Herausforderung ist der Kilimandscharo - er hält sich bedeckt. Aber die Wolken verziehen sich mehr und mehr und um 8 Uhr sehen wir den 5895 m hohen Watz tatsächlich in seiner ganzen Größe vor uns. Er ist der höchste freistehende Berg auf der Welt. Wir stehen auf etwa 1000 m Höhe, es baut sich also ein Gigant von fast 5000 m Höhe unmittelbar vor uns auf, das ist wahrlich imposant! 

Selbstverständlich lichten wir auch den Eli vor dem Kili ab, aber folgende Begegnung mit acht Löwen auf der Jagd finden wir aufregender. 

Von Zuschauern lässt man sich nicht stören, wenn man  eine Zebra- und Gnuherde im Visier hat.

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Alles rennt wild durcheinander, nur die Hyäne hält sich dezent im Hintergrund und wartet ihren Moment ab.

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