Anreise über Victoria Falls / Simbabwe

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Viktoriafälle am Ende der Regenzeit.

Nachdem wir letztes Jahr (2014) vier Wochen durch Simbabwe gereist sind, nutzen wir jetzt ZIM nur als Durchgangsland nach Sambia bzw. Malawi. Und das eigentlich nur, um die Fähre und den Grenzübergang Kazungula von Botswana nach Sambia zu vermeiden. Wir haben sowohl die Fähre, als auch den Grenzübergang in lebhafter Erinnerung. Als wir vor fünf Jahren von Kazungula aus das erste Mal die Viktoriafälle in einem Tagesausflug besucht haben, war die Fähre schon schrottreif (die Crocs lauerten schon damals im Sambesi und warteten auf zartes Touristenfleisch) und wir haben länger beim Grenzübergang und in Polizeikontrollen verbracht, als an den Viktoriafällen

Also reisen wir nach Simbabwe ein (mehr dazu unter Unsere Erfahrung bei Grenzübertritten) und legen die nur 70 km bis zu den Viktoriafällen auf der simbabwischen Seite des Sambesi zurück. So kommen wir in den Genuss, die freundlichen Simbabwer wieder zu treffen und die Viktoriafälle auch von der simbabwischen Seite am Ende der Regenzeit, d.h. bei „Hochwasser“ zu sehen. 

Oh - was sind sie beeindruckend! Die Fälle machen ihrem einheimischen Namen, der soviel wie „Donnernder Rauch“ heißt, alle Ehre. Auf dem Stadt-Campingplatz in Victoria Falls, der ca. 1 km entfernt von den Wasserfällen liegt, hören wir schon das dumpfe Grollen. Als wir weiter Richtung Wasser fahren, sehen wir dann auch den „Rauch“. So gewaltig haben wir es uns nicht vorgestellt. Da uns die literarische Sprache abgeht, lassen wir die Bilder und den alten Goethe für sich sprechen: 

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

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Es wallt, brodelt, kocht, fließt, … aber zum Baden lädt es nicht ein.

Mutig wie wir sind, gehen wir ohne Regenjacke los und werden ganz schön berieselt von der aufsteigenden Gischt. Aber bei 30°C kann einem überzeugten Mitteleuropäer der Nieselregen nichts anhaben. Bis wir wieder am Ausgang sind, sind wir auch schon wieder trocken. 

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Nach einer Stunde Nieselregel und einigen kurzen Regengüssen sind wir nass, aber wie diese „Touris“ wollen wir nicht rumlaufen. :-)



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