Rhodes -
Rhodes City und Township

Rhodes liegt in den Drakensbergen, südlich von Lesotho auf 1800 m. Das ist so hoch wie Saas Fee und tatsächlich auch ein Skiort. Man muss noch einmal 1000 m hoch über eine Schotterpiste, dann findet man einen Lift und zwei Abfahrten. Naja, die längste wird so 500 m lang sein. Wir haben gerade von einer Deutschen erfahren, die seit 30 Jahren hier wohnt, dass die Kinder heute statt zur Schule zum Skifahren gegangen sind, wie jeden Dienstag. Die Tageskarte für das Skigebiet kostet 700 ZAR, gleich 60 EUR - das ist auch so viel wie in Saas Fee!!! Wir fragen uns, wer sich das hier leisten will bzw. überhaupt leisten kann. 

Rhodes hat keine Teerstraßen und bis vor einigen Jahren hatte es auch keinen Strom. Viele der ca. 20 Häuser stehen zum Verkauf, daher wirkt es auf uns eher wie eine verlassene Goldgräberstadt im Wilden Westen, als ein Skiressort. Aber trotzdem schön, da eingebettet in einer Wahnsinns-Gebirgslandschaft, darüber stahlblauer Himmel und absolute Ruhe.

Eine der angenehmsten Erfahrungen auf dieser Reise ist, dass wir wirklich fast jeden Tag eine richtig nette Bekanntschaft machen. Man muss gar nicht viel tun, schon wird man auf einen Drink an der Bar eingeladen oder zu einem Besuch in der Township (Gemeinde der schwarzen Bevölkerung) von Rhodes.

Heute morgen gehe ich einfach nur mit der Kamera durch Rhodes, um ein paar Eindrücke im Bild festzuhalten:

  • Hauptstraße von Rhodes - ungeteert, auto- und menschenleer, aber blitzsauber, denn kurz zuvor kam die Reinigungsbrigade durch
  • typisches Haus von Rhodes in viktorianischem Blechdachstil - steht zum Verkauf, Preis ca. 700.000 ZAR = ca. 50.000 EUR
  •  Eingang zum Café und Souvenirladen - nur außer uns ist weit und breit kein Tourist zu sehen. 

Beim meinem Streifzug, hält eine ältere Frau mit dem Auto an und nach drei Minuten schlägt sie mir vor, dass sie uns heute Nachmittag  zu einem Besuch in die Township abholt. Wir besuchen ein paar Frauen, die sich zum Projekt Wool Work zusammengetan haben. Sie verarbeiten Wolle und zwar vom Schaf bis zum Pullover. Es wurde in der Tat ein sehr netter Nachmittag.

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Die fertigen Pullover werden mit Omo(!) gewaschen und hängen überm Zaun zum Trocknen.




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