Impressionen


Homelands - Orte ohne Namen

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Während der Fahrt entlang der südlichen Drakensberge fährt man immer wieder durch weit verstreute Ortschaften - nur auf unseren Karten sind gar keine Orte eingetragen. Dabei sind manche so groß, dass sogar ein kleines Straßennetz auf der Karte erkennbar ist, allerdings tragen auch diese Straßen keinen Namen.

Auch 20 Jahre nach Abschaffung der Apartheid sind die ehemaligen Homelands der schwarzen Bevölkerung immer noch

Eine Frau kostet 12 Kühe

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Weil man die Höhlen mit Felsmalereien der San nicht alleine besuchen darf, haben wir im Cathedral Peak Nature Reserve einen Führer gebucht. Es war ein junger Zulu, 29 Jahre alt, und er hat uns nicht nur zu den Felsmalereien geführt, sondern auch äußerst interessante Geschichten aus dem Familienleben der Zulu erzählt. Und letztendlich war das für uns viel spannender als die Felsmalereien.


Eine Frau kostet 12 Kühe

Haltet den Dieb


Heute war ein ganz besonderer Tag. Bei der Abreise vom Lotheni Nature Reserve haben sich viel mehr Leute als sonst auf der Landstraße aufgehalten. Überall kleinere und größere Ansammlungen von bunten Frauen und Kindern. Wir dachten schon, es sei ein Feiertag, den wir übersehen hätten.  

Plötzlich war eine Straßensperre aufgebaut. Rechts lagen dicke Wackersteine zu einer Pyramide aufgetürmt, links lag ein Stapel trockener Äste, in der Mitte eine Lücke, durch die das iMobil gerade durchgepasst hat. …

Zahltag

Im Städtchen Bergville mussten wir uns dann förmlich durch die Menschenmassen wühlen. Markttag? Der Hauptstraße entlang entdeckten wir eine Art Flohmarkt. Auf dem Boden waren Decken ausgebreitet, auf denen das Angebot lag, dahinter saßen die Verkäufer. Und dann an jeder Ecke lange Schlangen von Leuten - 100 und mehr - die für irgend etwas anstanden. Wir haben wirklich eine Weile gebraucht, um zu kapieren, dass das Ziel jeweils ein Geldautomat war. …

Feuer-Wirtschaft

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Im Winter werden rund um die Drakensberge die Felder abgebrannt. Wenn wir über Land fahren, sehen wir oft gleichzeitig mehrere Rauchwolken am Horizont. Wenn wir wandern, dann geht es oft durch abgebranntes Gebiet.

Heute ging unser Weg einige Kilometer durch das Tugela Tal, das gestern erst abgebrannt wurde. Die Erde hat noch die Wärme des Feuers abgestrahlt, es roch noch überall nach Verkohltem und hie und da hat es sogar noch richtig gelodert. …

Camping-Alltag

Waschtag

Jeder Campingplatz hat eine Laundry (Wäscherei), was nicht notwendigerweise heißt, dass dort eine Waschmaschine steht. Schon zwei große Waschbecken haben diesen Namen verdient. D.h. man muss hin und wieder auf eine althergebrachte Waschmethode ausweichen: einweichen, kneten, ausspülen, auswringen. Ist Gymnastik für die Hände und sorgt dafür, dass man es sich zweimal überlegt, ob man eine dreckige Hose in die Wäsche wirft oder zum Wandern noch einmal anzieht. …

Ready for Pudding? -Kulinarisches

Impala-Schenkel und Boerewors am Meter  


Wenn wir eine sehen, dann gehen wir in eine Butchery, d.h. in eine Metzgerei. Diese sehen etwas rustikaler aus als daheim in Deutschland, haben aber bezüglich Fleisch qualitativ ein viel besseres Angebot. Über Schinken und Wurst sprechen wir noch später. Außerdem findet man Butcheries an Stellen, wo man sie als Deutscher so gar nicht erwartet, nämlich auch mitten in der Pampa, z.B. an der Abbiegung von der Landstraße zu den Camps am

Wo laufen sie denn hin? -Auf der Straße in Südafrika

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Wo laufen sie denn hin?

Ja, das fragt man sich öfter, wenn man über die Landstraßen hier fährt. Weit und breit keine Ortschaft, nicht einmal ein Haus zu sehen, aber es sind Menschen auf der Straße, zum Teil bepackt mit Taschen in der Hand oder auf dem Kopf, die irgendwo hin laufen. Auffallend ist, dass beim Linksverkehr hier alle auf der rechten Seite laufen. Selbst die Fahrräder, die man selten mal sieht, kommen einem rechts entgegen. 

Karoo, 38°C im Schatten

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Wer glaubt, wenn es heiß ist, ist es heiß, der war noch nicht in Afrika. 

Das Thermometer zeigt uns zwar schon seit Sambia um die 35°C an, unsere Sinne empfinden die Hitze aber sehr differenziert. Schmecken können wir die Hitze (noch) nicht, aber sehen, hören, fühlen und sogar manchmal riechen! Üppiger Urwald, es blüht und duftet, ohrenbetäubendes Zikade-Gezirpe. Schwarz verhangener Himmel, kurzer sintflutartiger Regen, helles Krachen und dumpfes Grollen. …


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